Automobilindustrie in Deutschland

Deutschland und die Autoindustrie gehören 1886 zusammen, in diesem Jahr hat Carl Benz das erste Auto als Patent angemeldet. Von diesem Zeitpunkt an ist die Autoindustrie in Deutschland in rund 130 Jahren zum Motor der deutschen Wirtschaft geworden und in Zeiten der Globalisierung gewinnt die Produktion im Ausland immer mehr an Bedeutung. Die Autoindustrie befindet sich im Umbruch, Frau Merkel (CDU-Chefin) befürchtet durch den Skandal bei Dieselfahrzeugen einen Ansehensverlust für die deutsche Automobilindustrie und kann nicht ausschließen, dass die Neukunden aus aller Welt durch die Diesel-Abgasmanipulationen so verunsichert sind, dass sie dem Siegel „Made in Germany“ kaum noch vertrauen und auf den Kauf eines neuen Diesel-Fahrzeugs erstmal verzichten und die Diesel-Fahrzeug-Besitzer durch eine mögliche kostenpflichtige Nachrüstung verärgert sind, weil sie für die Abgasmanipulationen jetzt wahrscheinlich auch noch zur Kasse gebeten werden sollen, wenn der Hersteller die Kosten nicht übernimmt.

Von der Nachrüstung sind nach Angaben der Bunderegierung bis zu 5,3 Millionen Fahrzeugen betroffen. Langfristig sind nach Ansicht der CDU-Chefin durch den Skandal Arbeitsplätze Automobilindustrie in Deutschland gefährdet, die Befürworter der E-Mobilität sehen darin eine Chance für die schnelle Umstellung zur E-Mobilität, die der Automobilindustrie 2018 neuen Schwung geben könnte.

Veränderungen in der deutschen Automobilbranche

AUDI blau in Hamburg
AUDI blau in Hamburg

Grundsätzlich geht es in der Automobilbranche in Deutschland gut, allerdings kommen durch die Auflagen des Klimaschutzes und die Digitalisierung Veränderungen auf die deutsche Automobilbranche zu. Matthias Wissmann ist Präsident des Verband der Autoindustrie (VDA) und fordert, dass die Automobilbranche sich den Herausforderungen der Zukunft mit dem notwendigen Realitätssinn stellt: Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie in Peking (China) hat sich entschlossen, ab 2019 eine Mindestquote für Elektroautos einzuführen, Kanzlerkandidat Martin Schulz hat im Wahlkampf ebenfalls eine solche E-Automobil-Quote für Deutschland gefordert, die die CDU-Chefin Angela Merkel grundsätzlich ablehnt. Allerdings hat Florian Gediehn (SWR) festgestellt, dass die 1,2 Milliarden Euro, die als Umweltprämie für die Motivation zur freiwilligen Umstellung fast gar nicht in Anspruch genommen worden sind. Viele Umweltschützer stellen sich jetzt die Frage, ob die freiwillige Umstellung mit der Gewährung einer Umweltprämie, der richtige Weg in die umweltfreundliche Zukunft der Autoindustrie ist, wenn sich kaum jemand freiwillig zum Schutz der Umwelt durch Nutzung der Umweltprämie und dem Kauf eines Autos mit elektronischem Motor bereit ist. Mit einer verbindlichen E-Auto-Quote lassen sich die Gesetze zum Schutz der Umweltleichter in die Realität umsetzen.

Wie lässt sich die Automobilbranche in Deutschland ausbauen?

AUDI 4WD Schwartz - kann man in Berlin finden
AUDI 4WD Schwartz – kann man in Berlin finden

Eine in Berlin vorgestellte Studie, die vom European Climate Foundation in Auftrag gegeben worden ist, zeigt, dass mit der Umstellung zur E-Mobilität neue Arbeitsplätze in der Autoindustrie entstehen können. In der Studie sind Fakten aus der Autoindustrie, von den Gewerkschaften, den Energiebetrieben sowie den Umwelt-und Verbraucherverbänden verwendet worden. CO2-Emissionen können mit der Umstellung auf die Autos mit elektronischem Motor deutlich reduziert werden, sodass der Wunsch nach einem umweltfreundlichen Straßenverkehr nach Angaben von Philipp Ellett (VDA) durchaus verwirklicht werden kann. Es ist aber nicht möglich, dass die Autoindustrie alleine den Umstellungsprozess meistert, erst die aktive Zusammenarbeit aller betroffenen Vereine und Verbände sowie der Politik ebnet den Weg in die umweltfreundliche Zukunft der Autoindustrie in Deutschland. Dietmar Oeliger vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) ist auch der Meinung, dass es bei der Umstellung wie bei allen notwendigen Veränderungen Gewinner und Verlierer geben wird, aber aus Angst vor Veränderungen an Strukturen festzuhalten, die sich nicht bewährt haben, ist keine Option für eine erfolgreiche Zukunft.

Die Zusammenfassung in Kurzform

  1. Der Dieselskandal hat dem Standort Deutschland Schaden zugefügt.
  2. Viele Dieselbesitzer sind verunsichert, weil sie jetzt vielleicht für die Nachrüstung zahlen sollen, obwohl sie mit der Fertigung der Fahrzeuge nichts zu tun haben.
  3. Die Umweltprämie hat den freiwilligen Kauf der umweltfreundlichen E-Fahrzeuge kaum gefördert.
  4. Eine E-Auto-Quote, die in Peking ab 2019 gültig ist, wird von der Autoindustrie in Deutschland nur begrenzt unterstützt.
  5. Es fehlen immer noch Ladestationen, die erst gebaut werden, wenn mehr E-Auto Nutzer vorhanden sind. Die fehlenden freiwilligen E-Auto-Käufer bremsen den Ausbau der Ladestationen und die Mobilitätswende ab.
  6. In steht für 650 Einwohner im Durchschnitt eine Ladesäule zur Verfügung, im Vergleich dazu steht in Solingen eine öffentliche Ladesäule für 52 909 Einwohner mit E-Autos zur Verfügung.
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